22. Nov 20267.5 CPDEAC218 €
Online-Seminar (1 Tag)
Wir sind alle schon Patienten begegnet, die morgens mit Schmerzen aufwachen und behaupten, sie müssten „falsch geschlafen" haben (obwohl sie immer in der gleichen Position schlafen). Manchmal nehmen wir vielleicht an, dass Patienten einfach ein schlechtes Gedächtnis haben, wenn sie wirklich keine Erklärung dafür haben, wie ihre Schmerzen entstanden sind. Und dann gibt es Patienten, die über starke Steifheit klagen, aber volle Beweglichkeit im betroffenen Körperteil haben und alle orthopädischen Tests negativ ausfallen. Schmerz hat oft eine erhebliche gehirngestützte Komponente und in Abwesenheit von Verletzungen oder anderen Entzündungsprozessen kann er sogar vollständig gehirngestützt sein. Dies gilt besonders für akute und chronische Wirbelsäulenschmerzen sowie Kopfschmerzen.
Daher ist es für Kliniker, die mit Schmerzpatienten arbeiten, äußerst wichtig zu verstehen, wie Schmerz von verschiedenen Regionen des Gehirns und des Rückenmarks wahrgenommen, verarbeitet, moduliert und manchmal verstärkt wird. Die Fähigkeit zu bestimmen, welche Bereiche des Nervensystems zu stimulieren oder zu beruhigen sind, kann dir helfen, spezifischer bei deinen Behandlungs- und Rehabilitationsinterventionen zu sein. Dieses Seminar wird dir auch helfen zu verstehen, wie verschiedene Therapien – nicht nur manuelle Behandlungsinterventionen, sondern auch neuro-rehabilitative Übungen und im multidisziplinären Management chronischer Schmerzen häufig verwendete Therapien – Schmerz im Gehirn beeinflussen.
Kursinhalt:
Alle folgenden Themen werden im klinischen Kontext unterrichtet. Mit anderen Worten: Wir werden nicht nur theoretische Konzepte diskutieren, sondern uns stattdessen darauf konzentrieren, was du in der klinischen Praxis tun kannst, um die Funktion der an der Schmerzverarbeitung und Schmerzmodulation beteiligten neurologischen Systeme zu verbessern.
Das Konzept des gehirngestützten Schmerzes
Nozizeptive Bahnen von der Peripherie zur Großhirnrinde
Schmerztor und absteigende Modulation nozizeptiver afferenter Eingaben
Wind-up, (mechanische) Allodynie und zentrale Sensibilisierung
Kognitive und emotionale Aspekte chronischer Schmerzen
Zerebelläre und vestibuläre Beiträge zur zentralen Schmerzmodulation
Einfluss von Schmerz auf propriozeptive Funktion und motorische Kontrolle Kursleiter:
Nicole Oliver, DC, MChiro, BSc(Hons), PgDip(MSK Neuroscience)
Nicole absolvierte 2005 ihren Abschluss am Anglo-European College of Chiropractic (AECC) und begann 2006 mit dem Studium der funktionellen Neurologie. Vier Jahre später erlangte sie die Diplomate of the American Chiropractic Neurology Board (DACNB)-Qualifikation. Neben ihrer klinischen Tätigkeit unterrichtet sie für Neuroseminars und lehrt funktionelle Neurologie für Chiropraktoren, Osteopathen, Physiotherapeuten und andere Gesundheitsfachkräfte im Vereinigten Königreich und in Europa. Nicole hat auf mehreren Konferenzen und Kongressen präsentiert, darunter die Konventionen der European Chiropractors Union (ECU) 2014, 2016 und 2026, den World Federation of Chiropractic (WFC) Congress 2019 sowie auf jährlichen oder zweijährlichen Konferenzen und Treffen der Schweizer, Deutschen, Norwegischen, Belgischen, Finnischen, Schwedischen, Irischen und Schottischen nationalen Verbände.
Registrierungsgebühr:
£185 (GBP) / €218 (EUR)
Einzelne Speaker wurden automatisch aus der Beschreibung erkannt — Korrekturen willkommen.
Zoom
UK
Online 1-day seminar focusing on clinical application rather than pure theory.